Pullunder stricken: Anleitungen und Tipps

Pullunder stricken: Anleitungen und Tipps

Du möchtest einen Pullunder stricken und suchst nach detaillierten Anleitungen und praktischen Tipps, um dein Projekt erfolgreich umzusetzen? Dieser Text richtet sich an alle Strickbegeisterten, von Anfängern, die ihren ersten Pullunder planen, bis hin zu fortgeschrittenen Strickerinnen und Stricken, die ihre Kenntnisse erweitern und spezifische Techniken meistern möchten.

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Grundlagen des Pullunder-Strickens

Das Stricken eines Pullunders bietet eine wunderbare Gelegenheit, deine Strickfähigkeiten zu vertiefen und ein vielseitiges Kleidungsstück zu kreieren. Ein Pullunder, auch Weste genannt, ist ein ärmelloses Oberteil, das über einem Hemd, einer Bluse oder sogar einem T-Shirt getragen werden kann. Seine Beliebtheit rührt von seiner Eleganz und Praktikabilität her. Die Anleitungen variieren stark in Bezug auf Komplexität, Garnwahl und Strickmuster, sodass für jeden Geschmack und jedes Können etwas dabei ist.

Garnauswahl für deinen Pullunder

Die Wahl des richtigen Garns ist entscheidend für das Endergebnis deines Pullunders. Verschiedene Fasern beeinflussen sowohl das Aussehen als auch das Tragegefühl. Hier sind einige gängige Optionen:

  • Merinowolle: Bekannt für ihre Weichheit, Wärme und Elastizität. Merinowolle ist atmungsaktiv und fühlt sich angenehm auf der Haut an, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Pullunder macht, die direkt auf der Haut getragen werden.
  • Baumwolle: Eine kühlere und strapazierfähigere Option, ideal für leichtere Pullunder, die in wärmeren Monaten getragen werden. Baumwolle kann jedoch weniger elastisch sein als Wolle und Pullunder können dadurch an Form verlieren.
  • Wolle (Schafwolle): Bietet hervorragende Wärme und Strapazierfähigkeit. Je nach Verarbeitung kann sie von weich bis etwas kratzig variieren.
  • Acryl/Synthetikfasern: Oft eine budgetfreundlichere Wahl, die pflegeleicht ist und eine breite Farbpalette bietet. Sie können jedoch weniger atmungsaktiv sein und sich weniger luxuriös anfühlen als Naturfasern.
  • Mischgarne: Kombinationen aus verschiedenen Fasern (z.B. Wolle-Acryl, Baumwolle-Leinen) können die Vorteile mehrerer Materialien vereinen und interessante Texturen und Eigenschaften erzielen.

Achte auf die Empfehlung des Garnherstellers bezüglich der Nadelstärke. Diese Angaben sind ein guter Ausgangspunkt, können aber je nach gewünschter Maschendichte leicht angepasst werden.

Wichtige Stricktechniken für Pullunder

Ein Pullunder kann in verschiedenen Techniken gestrickt werden. Die Wahl beeinflusst die Nahtbildung und die Ästhetik des fertigen Stücks.

  • In einem Stück von oben nach unten (Top-Down): Diese Methode ermöglicht es dir, die Passform während des Strickens zu überprüfen und nachträgliche Anpassungen vorzunehmen. Oft wird mit der Halskante begonnen und nach und nach Körper und Armausschnitte geformt. Hierbei können Raglan- oder Rundhalskonstruktionen zum Einsatz kommen.
  • In einem Stück von unten nach oben (Bottom-Up): Hierbei strickst du zuerst den Körper des Pullunders und anschließend die Schulterpartien und den Halsausschnitt.
  • In Einzelteilen (Vorderteil, Rückenteil, Armausschnitte): Die klassische Methode, bei der Vorder- und Rückenteil separat gestrickt und am Ende zusammengenäht werden. Dies ermöglicht oft komplexere Muster und eine präzisere Formgebung.
  • Rundstricken vs. Hin- und Rückreihen: Viele Pullunder werden in Runden gestrickt, um lästige Seitennähte zu vermeiden, besonders bei der Top-Down-Methode. Einzelteile werden üblicherweise in Hin- und Rückreihen gestrickt.

Strickmuster und Designelemente

Das Muster spielt eine große Rolle im Erscheinungsbild deines Pullunders. Von einfachen Glattstrick-Designs bis hin zu aufwendigen Zopfmustern ist alles möglich.

  • Glatt Rechts: Die einfachste Technik, bei der du in Hinreihen rechte Maschen und in Rückreihen linke Maschen strickst. Dies ergibt eine glatte Oberfläche.
  • Kraus Rechts: In Hin- und Rückreihen nur rechte Maschen stricken. Dies ergibt eine hübsche, wellige Textur und ist oft dehnbarer.
  • Rippenmuster (z.B. 1 rechts, 1 links): Erzeugt dehnbare Bündchen und Streifenmuster.
  • Zopfmuster: Verkreuzungen von Maschen, die eindrucksvolle und strukturierte Designs schaffen. Zopfmuster können dem Pullunder eine klassische und elegante Note verleihen.
  • Ajourmuster: Offene Muster, die durch Zunahmen und Abnahmen erzeugt werden und dem Pullunder eine luftige, filigrane Optik geben.
  • Perlmuster: Ein Wechsel von rechten und linken Maschen in jeder Reihe, was ein interessantes, körniges Muster ergibt.

Anleitungen für verschiedene Pullunder-Typen

Die Vielfalt an Pullunder-Designs ist enorm. Hier sind einige gängige Typen, deren Anleitungen sich in ihren Grundprinzipien ähneln:

Klassischer V-Ausschnitt Pullunder

Der V-Ausschnitt Pullunder ist ein zeitloser Klassiker, der sich hervorragend über Hemdkrägen tragen lässt. Die Anleitung beginnt in der Regel mit dem Rückenteil.

  • Rückenteil: Gestrickt wird oft in Hin- und Rückreihen. Du beginnst mit einem Bündchenmuster (z.B. 1×1 Rippen) und gehst dann in das Hauptmuster über (z.B. Glatt Rechts oder ein Strukturmuster). Die Armausschnitte werden an den Seiten stillgelegt oder abgenommen.
  • Vorderteil: Ähnlich dem Rückenteil, jedoch mit der Formung des V-Ausschnitts. Dies geschieht oft durch regelmäßige Abnahmen in der Mitte des Vorderteils, während die Schulterpartien parallel zum Rückenteil gestrickt werden.
  • Zusammennähen: Nach dem Fertigstellen der Einzelteile werden Schulternähte und Seitennähte geschlossen.
  • Halsausschnitt: Die Maschen aus dem Halsausschnitt werden aufgenommen und meist in Rippenmuster rund gestrickt, um eine saubere Kante zu bilden.

Rundhals Pullunder (Pullover-Westen-Stil)

Dieser Stil ähnelt einem Pullover, jedoch ohne Ärmel. Er ist oft etwas lässiger und kann gut zu T-Shirts getragen werden.

  • In Einzelteilen: Analog zum V-Ausschnitt-Pullunder werden Vorder- und Rückenteil separat gestrickt, wobei der Halsausschnitt beim Vorderteil rund oder in einem leichten Bogen geformt wird.
  • Von oben nach unten (Top-Down): Hierbei beginnst du oft mit einer provisorischen Maschenanschlag für den Halsausschnitt. Es werden Reihen gestrickt, wobei die Maschen für Vorder- und Rückenteil geteilt und dann separat hochgestrickt werden. Die Armausschnitte werden durch Zunahmen auf beiden Seiten geformt. Dies ist eine sehr flexible Methode.
  • Rundpassen-Konstruktion: Bei diesem Top-Down-Ansatz werden zuerst die Schultern und der Halsausschnitt geformt, und dann werden die Maschen für den Körper aufgenommen und in Runden bis zum Saum gestrickt.

Langgezogener, moderner Pullunder

Diese Modelle sind oft schmaler geschnitten, erreichen die Hüften oder sogar die Oberschenkel und können als eigenständiges Kleidungsstück oder über längeren Blusen getragen werden.

  • Konstruktion: Häufig werden diese Pullunder in einem Stück von oben nach unten gestrickt, um die Länge und die Passform einfach anzupassen. Die Längenentwicklung erfolgt durch fortlaufende Zunahmen oder einfach durch kontinuierliches Stricken, bis die gewünschte Länge erreicht ist.
  • Seiten-Schlitze: Oft sind solche Pullunder mit seitlichen Schlitzen versehen, die das Tragen erleichtern und dem Design eine modische Note verleihen.
  • Materialien: Leichte Garne wie Merinowolle, Alpaka oder Baumwollmischungen eignen sich hier besonders gut.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen einfachen Pullunder (Top-Down, Rundhals)

Diese Anleitung ist für einen grundlegenden Rundhals-Pullunder gedacht und setzt voraus, dass du die Grundmaschen (rechte und linke Maschen) beherrschst.

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Vorbereitung

  1. Wähle dein Garn und deine Nadelstärke: Kaufe genug Garn für die benötigte Größe und folge der Nadelstärke-Empfehlung auf der Banderole, passe sie aber gegebenenfalls für die gewünschte Maschenprobe an.
  2. Stricke eine Maschenprobe: Dies ist unerlässlich. Stricke ein kleines Quadrat (ca. 15×15 cm) im gewählten Muster mit der angegebenen Nadelstärke. Messe, wie viele Maschen und Reihen auf 10 cm kommen. Vergleiche dies mit den Angaben in der Anleitung (falls vorhanden) oder mit deinen gewünschten Maßen. Passe ggf. die Nadelstärke an (größere Nadeln für lockereres Ergebnis, kleinere Nadeln für festeres Ergebnis).
  3. Berechne die Maschen: Basierend auf deiner Maschenprobe und den gewünschten Maßen deines Pullunders, berechne die genaue Anzahl der Maschen für den Halsausschnitt, die Schultern und den Körper.

Anstricken des Halsausschnitts und der Passe (Top-Down)

  1. Maschen für den Halsausschnitt anschlagen: Schlage die berechnete Anzahl an Maschen für den Halsausschnitt mit Nadeln der passenden Größe an. Bei der Top-Down-Methode wird oft mit einem provisorischen Anschlag begonnen, um später den Kragen leichter anzufügen.
  2. Runden für den Kragen stricken: Stricke einige Runden im Muster für den Kragen (oft Rippenmuster), um den Halsabschluss zu formen.
  3. Teilen der Maschen für Vorder- und Rückenteil: Nun werden die Maschen aufgeteilt, um die Passe zu formen. Dies geschieht oft in vier Abschnitte: Vorderteil, Rückenteil und zwei Ärmel. Markiere diese Abschnitte mit Markierringen.
  4. Zunahmen für die Passe: In den folgenden Runden werden an bestimmten Stellen (oft neben den Markierungen) Zunahmen gestrickt. Dies formt die schrägen Schultern und den oberen Teil des Körpers. Übliche Zunahmemuster sind z.B. ein- oder zweistöckige Zunahmen (kfb, M1R, M1L).
  5. Stricken der Passe: Wiederhole die Runden mit Zunahmen, bis die Passe die gewünschte Höhe erreicht hat und die Maschen für Körper und Ärmel korrekt aufgeteilt sind.

Stricken des Körpers

  1. Trennung von Körper und Ärmeln: Wenn die Passe die richtige Größe hat, werden die Ärmelmaschen stillgelegt (entweder auf Hilfsfäden oder Sicherheitsnadeln) und die Maschen für das Vorder- und Rückenteil werden auf eine Rundstricknadel genommen, um den Körper in Runden zu stricken.
  2. Stricken des Körpers in Runden: Stricke in Runden im Hauptmuster deines Pullunders, bis die gewünschte Länge vom Armausschnitt bis zum Saum erreicht ist.
  3. Bündchen am Saum: Zum Schluss strickst du ein Bündchenmuster (z.B. 1×1 oder 2×2 Rippen) am unteren Rand des Pullunders.
  4. Maschen abketten: Kette die Maschen locker ab.

Arbeiten an den Ärmeln (Armlöchern)

  1. Maschen aufnehmen: Nimm die stillgelegten Ärmelmaschen wieder auf die Nadeln.
  2. Maschen aus dem Armausschnitt aufnehmen: Nimm zusätzlich Maschen aus den Armausschnitten auf (oft eine bestimmte Anzahl, um eine glatte Kante zu erhalten).
  3. Stricken der Ärmel (im Kreis): Stricke die Ärmel von der Passe abwärts in Runden, bis die gewünschte Länge erreicht ist.
  4. Bündchen am Ärmel: Stricke ein Bündchenmuster am unteren Rand des Ärmels.
  5. Maschen abketten: Kette die Maschen des Ärmels ab.

Abschlussarbeiten

  1. Fäden vernähen: Vernähe alle losen Fäden sorgfältig auf der linken Seite des Pullunders.
  2. Spannen und Blocken (optional, aber empfohlen): Das Spannen oder Blocken hilft, die Maschenprobe zu stabilisieren, die Form zu verbessern und Muster, wie Zöpfe oder Ajour, zur Geltung zu bringen. Befeuchte das fertige Stück (je nach Garnanleitung) und ziehe es vorsichtig in die gewünschte Form. Lass es flach liegend trocknen.

Tipps und Tricks für dein Pullunder-Projekt

Auch für erfahrene Strickerinnen und Stricker gibt es immer wieder Neues zu entdecken und zu optimieren. Hier sind einige hilfreiche Tipps, die dir bei deinem Pullunder-Projekt helfen können:

Umgang mit komplexen Mustern

  • Muster-Wiederholungen notieren: Bei Zopf- oder Ajourmustern ist es hilfreich, die Wiederholungen auf einem separaten Blatt Papier zu markieren, damit du den Überblick behältst, wo du dich gerade befindest.
  • Blickdichte Muster für den Ausschnitt: Wenn du einen Pullunder mit einem tieferen Ausschnitt strickst, stelle sicher, dass dein gewähltes Muster auch von vorne eine gewisse Blickdichte bietet, oder plane eine zusätzliche Lage (z.B. ein Untertop) ein.
  • Reihenzähler nutzen: Ein Reihenzähler ist Gold wert, um den Überblick über die Zunahmen und Abnahmen für Passe, Ausschnitte und Muster zu behalten.

Passform und Größenanpassung

  • Anprobe während des Strickens: Wenn du in Einzelteilen strickst, probiere die Teile immer wieder aneinander, besonders bevor du die Schulternähte schließt. Bei Top-Down-Methoden ist dies noch einfacher, da du die Passform fortlaufend überprüfen kannst.
  • Längenanpassungen: Die Länge eines Pullunders kann relativ einfach angepasst werden, indem du mehr oder weniger Reihen im Hauptteil strickst. Beachte dabei jedoch, dass sich dies auf den Garnverbrauch auswirkt.
  • Halsausschnitt-Formung: Für einen perfekten Halsausschnitt sind verkürzte Reihen (ih-Reihen) oder verkürzte Reihen mit Umschlägen eine gängige Technik, um eine Rundung oder eine gerade Kante zu erzielen.

Nahttechniken für ein professionelles Finish

  • Maschenstich: Dies ist die bevorzugte Methode, um Strickteile unsichtbar zusammenzuhähen. Übe den Maschenstich an Probestücken, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.
  • Nahtlos verbinden: Wenn du Teile (z.B. Schultern) in einem Stück strickst, vermeidest du Nähte komplett. Techniken wie die italienische Haken-Masche (Kitchener stitch) eignen sich hervorragend, um Schultern nahtlos zu verbinden.
  • Nahtlose Schultern bei Top-Down: Bei der Top-Down-Strickweise entstehen oft keine Nähte an den Schultern, da diese in einem Stück mit dem Körper gestrickt werden.

Hals- und Armausschnitte

  • Maschen aufnehmen: Nimm Maschen mit einer Rundstricknadel auf, indem du die Nadel durch die Maschenglieder oder durch die Kante führst. Achte darauf, gleichmäßig viele Maschen aufzunehmen, um Wellen oder Lücken zu vermeiden.
  • Bündchen für Ränder: Gestrickte Bündchen an Hals- und Armausschnitten verleihen dem Pullunder ein sauberes und professionelles Aussehen und verhindern ein Ausleiern.
  • Zusätzliche Abnahmen für Passform: Bei Armausschnitten können zusätzliche Abnahmen in den ersten Runden helfen, eine schönere Rundung zu formen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Pullunder stricken: Anleitungen und Tipps

Wie finde ich die richtige Größe für meinen Pullunder?

Die richtige Größe ermittelst du, indem du deine Körpermaße nimmst (Brustumfang, Taillenumfang, Schulterbreite) und diese mit den Maßen vergleichst, die in der Strickanleitung angegeben sind. Berücksichtige dabei die gewünschte Bewegungsfreiheit (Ease). Eine gute Maschenprobe ist entscheidend, um sicherzustellen, dass deine berechneten Maschen auch tatsächlich den Maßen entsprechen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Pullunder und einer Strickweste?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Grundsätzlich ist ein Pullunder ein ärmelloses Strickoberteil, das über anderen Kleidungsstücken getragen wird. Eine Strickweste kann auch offen sein (mit Knopfleiste oder ohne Verschluss) oder einen höheren Kragen haben. Im Kern meinen beide aber dasselbe Kleidungsstück: eine ärmellose Strickjacke oder ein Pulli.

Kann ich als Anfänger einen Pullunder stricken?

Ja, absolut! Es gibt viele einfache Pullunder-Anleitungen für Anfänger, die oft nur rechte und linke Maschen verwenden und in Einzelteilen gestrickt werden. Beginne mit einem einfachen Muster und einer klaren Anleitung. Die Top-Down-Methode kann auch für Anfänger gut geeignet sein, da sie weniger Näharbeit bedeutet.

Wie vermeide ich, dass mein Pullunder ausleiert?

Die Wahl des richtigen Garns spielt eine große Rolle. Garne mit guter Rückstellkraft, wie z.B. Merinowolle, sind hier vorteilhaft. Achte auf eine passende Nadelstärke und vermeide es, zu lose abzketten. Das Spannen und Blocken des fertigen Pullunders hilft ebenfalls, die Form zu stabilisieren.

Welche Garnmaterialien eignen sich am besten für einen Sommer-Pullunder?

Für einen Sommer-Pullunder sind atmungsaktive und kühlende Materialien wie Baumwolle, Leinen, Bambus oder Seide ideal. Auch leichte Merinowolle oder Mischgarne mit diesen Fasern sind eine gute Wahl. Vermeide schwere Wollgarne, die zu warm halten.

Wie repariere ich Löcher oder lose Maschen in meinem Pullunder?

Kleine Löcher oder lose Maschen können oft mit einer Stricknadel und dem passenden Garn repariert werden. Fädle das Garn auf eine Stopfnadel und nähe das Loch vorsichtig zu, indem du die umgebenden Maschen aufnimmst. Bei größeren Schäden kann es ratsam sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen oder die Stelle mit einem Stickmuster zu kaschieren.

Was bedeutet „Ease“ bei Strickanleitungen?

„Ease“ bezeichnet die zusätzliche Weite, die ein Strickstück über deine tatsächlichen Körpermaße hinaus hat. Positive Ease sorgt dafür, dass das Kleidungsstück lockerer sitzt (z.B. ein Pullunder mit etwas Oversize-Passform), während negative Ease es enger macht (z.B. ein eng anliegender Pullunder). Strickanleitungen geben oft an, wie viel Ease in der angegebenen Größe vorgesehen ist.

Aspekt Details Anleitungshinweise Praktische Tipps Gestalterische Möglichkeiten
Garnwahl Merino, Baumwolle, Wolle, Synthetik, Mischgarne Nadelstärkempfehlung, Garnverbrauch für Größe Maschenprobe, Fadeneigenschaften (Glanz, Griff) Textur durch Garn, Farbwahl
Strickrichtung Top-Down, Bottom-Up, In Einzelteilen Nahtlosigkeit, Anprobe während des Strickens Vermeidung von Seitennähten, flexible Längenanpassung Klassische oder moderne Silhouetten
Muster & Textur Glatt Rechts, Rippen, Zopf, Ajour, Perlmuster Musterdiagramme, Maschenanschlag/Abketten Reihenzähler, Musterwiederholungen markieren Optische Tiefe, Handgefühl, modische Akzente
Passform & Schnitt Rundhals, V-Ausschnitt, Kragen, Armausschnitte, Saum Zunahmen/Abnahmen, Längenmaße Anprobe, Verkürzte Reihen, Bündchenmuster Taillierung, Lässigkeit, sportlich-elegant

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